Erhalt des Hotel Silber: Kritik an unklarer Haltung der Grünen

Allgemein


Martin Körner vor dem Banner der Initiative Lern- und Gedenkort „Hotel Silber” Stuttgart.

Stuttgart, 22. März 2011.
„Es ist bedauerlich, dass sich die Grünen nicht für den vollständigen Erhalt des Hotel Silber einsetzen!“
Nachdem die grüne Landesspitze auf den Appell von fünfzig Unterstützerinnen und Unterstützern für den vollständigen Erhalt des Hotel Silber nur einen Teilerhalt als möglich bezeichnet hat, kritisiere ich die wachsweiche Haltung der Grünen.

Die Wählerinnen und Wähler in Stuttgart haben vor der Landtagswahl einen Anspruch auf eine klare Ansage der Grünen. Die ausweichende Antwort der grünen Landesspitze auf den bewegenden Appell zum vollständigen Erhalt des Hotel Silber wird dem nicht gerecht. Deshalb sage ich: Wer das Hotel Silber wirklich vollständig erhalten will, muss also bei der Landtagswahl SPD wählen!
Lesen Sie dazu auch meine Pressemitteilung.

Nach unklaren Aussagen und Beschlüssen der Grünen hatten am 16. März 2011 fünfzig Prominente aus ganz Deutschland die Grünen aufgefordert, Farbe zu bekennen.
Im Aufruf, der u.a. von Dieter Hildebrandt, Elfriede Jelinek und Hasko Weber unterzeichnet wurde, heißt es: „Es ist die Stunde der Wahrheit gekommen, um Farbe zu bekennen vor den Wahlen. Sind die GRÜNEN für oder gegen den Erhalt der früheren Gestapozentrale Hotel Silber“.
Am 17. März kam von den Grünen eine nach Angaben der Initiatoren des Appells uneindeutige und unverbindliche Antwort, die nicht klar Position für den vollständigen Erhalt des Hotel Silber bezieht, sondern nur von der Möglichkeit eines Teilerhalts spricht.

Die SPD Baden-Württemberg hat sich im Gegensatz dazu auf ihrem Landesparteitag im Januar einstimmig für den vollständigen Erhalt des Hotel Silber ausgesprochen. Die Initiatoren des Appells haben sich erneut an die Grünen gewandt und um eine erneute klare Antwort bis heute gebeten.

4. Februar 2011. Politischer Spaziergang "Gegen den Abriss" am Hotel Silber.
Ich bin entschieden gegen den Abriss! Im Hotel Silber wurde unter vielen anderen auch ein Kurt Schumacher verhört. Grund genug, ein zeitgemäßes Erinnern zu ermöglichen. Ein NS-Dokumentationszentrum nach dem Kölner Vorbild wäre ein großer Gewinn für die Stadt. Die SPD wird sich in einer neuen Landesregierung dafür einsetzen, dass das Hotel Silber nicht abgerissen wird.